Besiedlung durch die Römer im Raum Löhndorf
Erste Erwähnung des Hofes von Vehn im Zusammenhang mit der Fränkische Landnahme nach dem Zusammenbruch der
römischen Verwaltung.
Luinheim wird erstmals erwähnt in einer Schenkung der Abtei Lorsch in Hessen an den Erzbischof von Köln.
Erzbischof Heribert von Köln schenkt der Abtei Deutz den Gutshof Vehn samt Kirche, Hof, Äcker, Weingärten und Wälder.
Papst Eugen II. bestätigt den Besitz der Abtei Deutz.
Einkünfte werden auch aus der Ehlinger Mühle, die ebenfalls zum Gutshof Vehn gehört, bezogen.
Die Hälfte der heutigen Löhndorfer Gemarkung gehört zu Vehn, immer noch im Besitz der Abtei Deutz.
Der gesamte Besitz geht zu den Burggrafen Hammerstein.
Erbteilung der Brüder Hermann Luffart und Luffart Hammerstein.
Luffart erhält den Hof zu Löhndorf mit eigenem Gericht.
Vehn hält unter dem König seine Kirche mit eigenem Pastor. Sein Jahresgehalt: 15 DM. Vergleich mit Heimersheim (10), Franken (7) und Westum (5) eine stolze Summe.
Vehn wird zum Nonnenkloster der Augustinerinnen.
Nach dem Tod von Luffart geht der Hof zurück an die Abtei Deutz und wird dann an Wihelm von Orsbeck, Herr zu Wensberg, veräußert.
Besitzer ist nun Freiherr von Clodt.
In Löhndorf und auch in Vehn wohnen insgesamt vier Familien.
In Löhndorf wird die erste Schule errichtet.
Verkauf an Frantz Isenburger und seine Ehefrau Ursula Isenmacher sowie Mathias Bürich und seine Ehefrau Elisabeth Isenburger, allesamt Bürger zu Löhndorf.
Arnold Schäfer zu Heimersheim (unter Amtes Sinzig/Remagen) wird neuer Besitzer.
Mittlerweile hat sich Löhndorf/Vehn auf 200 Einwohner vergrößert.
Betrieb eines Eisenerzbergwerkes hinter Schloß Vehn.
Einzug der Franzosen, alles wurde in Besitz genommen und gründlich ruiniert.
Somit kommt die Grube zum Erliegen.
Ende der französischen Herrschaft.
Rheinland wird Teil von Preußen und die stillgelegte Grube fällt dem Fiskus in die Hand.
Die Grube wird unter dem Namen "Henriette" neu konzessioniert und gehört zum Eisenhüttenwerk zu Sayn in Bendorf.
Löhndorf zählt schon 370 Einwohner.
Schloß Vehn wird an der Bonner Kaufmann Johann Heinrich Kann verkauft.
Löhndorf hat 625 Einwohner.
Schloß Vehn gehört nach mehreren Besitzerwechseln kurzzeitig dem Grafen von Spee in Ahrenthal.
Die Einwohnerzahl stagniert (619).
Die Firma Bahlsen erwirbt Schloß Vehn und hält es bis heute in ihrem Besitz.
1165 Menschen leben in Löhndorf. Warum? Ist doch klar, siehe 1997:
Löhndorf wird 1997 zum schönsten Dorf in Rheinland Pfalz gewählt.
Der Ort, aus mittelalterlichem Ursprung, hat immer noch die typischen Dreiecksplätze innerhalb des Dorfes, die mehr denn je Kommunikationsplatz sind und dazu einladen, Ruhe und Kraft zu verspüren. Natursteinbänder, die durch die Straßen und Gässchen führen, verbinden die einzelnen Punkte miteinander.
Der Ochse als Dorfwahrzeichen, stammt ursprünglich aus einer Schmähnachrede, das einst das " Löhndorfer Völkchen " über eine gewisse Sturheit verfüge. So erhielt das Dorf einen Ochsenbrunnen, versteckt mit eindrucksvoll geschaffenen Kleintier-Lebewesen aus dem Dorf.
Sinzig und seine Stadtteile - gestern und heute
Hrsg.. Haffke und B. Koll
Sinzig 1983